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Mittwoch, 5. Februar 2014

Vorausplanung HSF '14

Die Themen sind inzwischen so gut wie vollständig bekannt.
Ich möchte mir weder ein komplettes Outfit pro Challenge vornehmen (zu wenig Zeit, zu wenig Geld), noch am Ende mit lauter unzusammenhängenden Einzelstücken herumlaufen. Deshalb habe ich die Wunschliste konsultiert (Auf die ist einen Monat lang unsortiert alles gekommen, was irgendwie nett klingt und das wurde dann im nächsten Monat nach Wichtigkeit sortiert und aufgeschlüsselt auf alle Einzelteile, vom Unterhemd zum Überkleid/Mantel) und begonnen die nächsten Aufgaben zu planen.


#3 Pink: bereitet mir noch ein wenig Kopfzerbrechen. Nicht meine Lieblingsfarbe. Vielleicht ein Retikül für meine Freundin im Fuchsiakleid.

#5 Bodice: Vielleicht ein "Bodiced Kirtle" (Unterrock mit versteiftem Oberteil, statt eines Schnürleibs getragen) für ein Tudorkleid. Mal sehen.


Dieses Ensemble hat es mir schon lange angetan.

Die Seite liefert eine Beschreibung und ein Schnitt-Diagramm, das ich versuchen möchte zu entschlüsseln. Geplant ist, meinen Versuch Schritt für Schritt zu dokumentieren.

#4 Under it all: Das Hemd/Die Bluse die vorne heraus lugt. Das Original ist aus Leinen, ich werde sie aber in ungebleichter Baumwolle machen, da ich davon noch 5 Meter daheim habe. (Ich versuche für Probeteile oder Spontanbekleidungen immer den gut färbbaren Bomull von Ikea zu Hause zu haben. Da hat man nicht viel versenkt, wenn es nicht klappt, außer die Arbeitszeit, und die betrachte ich als Lehrzeit und nicht vergeudet.) Es gab Baumwolle im Mittelalter, sie war bloß sehr, sehr teuer, da die Produktion wegen der kurzen Fasern aufwändiger war als die von Seide. Da es aber das Kleid einer Königin ist, und das ganze Ensemble zu "Fairytale" fertig werden soll, erlaube ich mir das.

#6 Fairytale: Mein Lieblingsmärchen ist Brüderchen und Schwesterchen. Das Kleid soll das Hochzeitskleid von Schwesterchen bei der Heirat mit dem König darstellen.

#7 Tops and Toes: Diese Aufgabe ist dazu gedacht eine Entspannung darzustellen nach Fairytale. Ich persönlich find Schuhe und Hüte ja eher komplex als entspannend. Es wird wohl also ein ganz einfacher Schleier zum oben gezeigten Kleid.

Montag, 27. Januar 2014

Die Krux mit der Nahtzugabe

Ein Wort zu inkludierten Nahtzugaben.
Ich persönlich empfinde die in Amerika und den USA gängige Art, Nahtzugaben bereits in den Schnitt einzubauen als eher mühsam, weil es Schnittanpassungen erschwert.

Wenn man aber über eine Norm-Figur verfügt, knapp genug dran ist, (oder Zweiteiler macht, und die Unproportionalität sich auf die Vertikale beschränkt (kurze Beine, langer Oberkörper) ist sie eigentlich ganz praktisch.

Man kann den Stoff entlang der Schnittmusterteile ausschneiden, was die Nähte sehr regelmäßig macht, und das Umzeichnen mit Schneiderkreide und das "Durchradeln" mit Pauspapier auf die andere Seite obsolet macht (Man muss natürlich immer noch die Markierungen übertragen)

Wie weiß man, wo man nähen muss?
Auf den meisten Nähmaschinen ist am Fuß eine Anzeichnung für die gängigsten Nahtzugaben. (unten in Achtel Zoll, oben in Milimeter)

Also: Anstelle die Schnittteil-Kante anzeichnen und unter der Nadel durchführen,
schneidet man an der Kante aus, und legt diese an die entsprechende Linie an (hier 5/8 Inches oder 16 Milimeter):


Wenn die Maschine diese Linien nicht hat bleibt nichts anderes übrig als von der Nadel aus abzumessen und mit Malerkrepp oder Washi-Tape die Linen zu kleben (diese beiden Klebebänder lassen sich meiner Erfahrung nach restlos wieder abziehen.)

Ich vermute, dass die meisten Menschen schnell überlauern, wozu die Linien gut sind. Aber für jene unter euch, die wie ich ihre Existenz, ohne darüber nachzudenken, einfach akzeptieren, und als das Nachdenken begann nicht dahinter gestiegen sind, voila, Rätsel gelöst.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Schnittanpassungen

Ich habe offenbar keine Normfigur, aber ich habe mir sagen lassen, das eben SEI normal.
Ich habe eine breite Brust, einen schmalen Rücken, eine hohe Hüfte (daher zugleich kurze und lange Beine) etc etc. Schnitte kann ich also so gut wie nie aus der Packung nehmen (oder aus dem Netz) Natürlich kann man ein Probeteil machen und ad nauseam anpassen. Genaugenommen kommt man ohnehin nicht drum rum. Aber es gibt ein paar Methoden, die das ganze ein wenig abkürzen können.

  • Die erste funktioniert für mich meistens ganz gut: Ich nehme einfach verschiedene Größen: größere fürs Vorderteil, mittlere für die Seite und kleinere für den Rücken. Den Schnitt durchpausen statt ausschneiden, die Übergänge mit ein bisschen Augenmaß so anpassen, dass die Nahtkanten zusammenpassen. Meistens sind dann nur noch kleinere Anpassungen nötig.

  • Die zweite eignet sich besonders, wenn man in einer Zeitperiode bleibt, bzw. mehrere Kleider machen möchte. (Das geht auch gut für moderne Schnitte): Man erstellt sich einen Basis-Schnitt nach den eigenen Maßen in der Silhouette der Epoche und legt den über die Schnitte und sieht dann gleich wo mehr oder weniger Platz hin muss.

  • Nummer drei funktioniert so: Man misst Brust, Taille und Hüfte, sieht in der Schnitttabelle nach, welche Größe das jeweils wäre, zeichnet die Punkte auf die jeweilige Größe auf Taillenlinie, Brusthöhe und Hüfthöhe und verbindet diese Punkte entsprechend der Form des Schnittmusters.

Dann macht man sein Probeteil und passt es - wenn man alles richtig gemacht hat - nur noch geringfügig an. Details folgen.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Einfach Schneiden

Ein kleiner Exkurs:

Ich bin kein Profi, das ist ja wohl inzwischen klar. Ich habe nie Nähen gelernt. Genaugenommen habe ich überhaupt wenig je richtig gelernt. Ich hab mir Schnitte und Stoffe besorgt, und einfach losgelegt.

Ich bin immer noch nicht besonders gut. Leider. Aber mein Anspruch ist nicht Perfektion, sondern mit jedem Stück besser werden. Und dafür gibt es einfach nur einen Weg.
Machen. Auftrennen. Wieder machen. Geduld. In den Stoff schneiden. Einen Misserfolg wegwerfen.
Und von vorn. Das macht Spaß, ehrlich. Man darf den Stoff nicht als verschwendetes Geld sehen, und die Zeit nicht als vergeudet. Das ist Lehrgeld.

Wenn man es sich leisten kann und die Zeit hat, schadet ein Nähkurs nicht, oder ein gutes Buch, oder ein Workshop, wenn Zeit und Geld eher knapp sind.
Wenn man Freunde hat, die schneidern, lasst man sich etwas zeigen. Man kann sich kommerzielle Schnitte kaufen und sich ganz brav an die Anleitung halten. Auch dabei gibt es viel zu lernen. Selbst wenn es einfache Projekte sind, oder man mit Taschen anfängt.

Üben und machen, und ohne Scheu aber mit Geduld und Konzentration ran an den Stoff.